Wenzel Storch Festspiele Leipzig - 8. bis 13. April

Das kunterbunte Universum des Wenzel Storch

„Das gottverdammt prächtige, umwerfend komische, elendiglich poetische Gesamtwerk des Wenzel Storch“ (Georg Seeßlen in „Die Zeit“) besteht aus drei Spielfilmen: „Der Glanz dieser Tage“ (1989), „Sommer der Liebe“ (1992) und „Die Reise ins Glück“ (2005).

Am Freitag und Samstag sind unterhaltsame und lehrreiche Dokumentationen (Sprecher: Rocko Schamoni) über die von Pannen und Katastrophen begleiteten Dreharbeiten zu sehen.

FREITAG, 8.4.2011, 20 Uhr

GRUPPENSEX UND SITZFUSSBALL + WIE MAN AUS DÜNGERSTREUERN UND GÜLLEPUMPEN EIN SCHIFF BAUT + WIR WURDEN GEHALTEN WIE TIERE

GRUPPENSEX UND SITZFUSSBALL (Doku, 45 Min.) erzählt die Mär vom Aufstieg und Fall der westdeutschen Blumenkinder: Eine Rutschpartie ins Goldene Zeitalter – hinein in die Zeit, als die Kleidung noch hautsympathisch und pflegeleicht war, und als die Zauberworte noch Polyacryl, Polyamid und Polyurethan lauteten.

WIE MAN AUS DÜNGERSTREUERN UND GÜLLEPUMPEN EIN SCHIFF BAUT Doku, 55 Min.)
Die Dokumentation zeigt, wie aus Getreidequetschen, Kartoffelrodern, Heuwendern und Jauchepumpen ein prunkvolles Schiff zusammengeschraubt wird.

WIR WURDEN GEHALTEN WIE TIERE (5 Min.) „Popwurst“-Esser Ralph Meyer schimpft über die Dreharbeiten.

SAMSTAG, 9.4.2011, 20 Uhr

DIE HERREN MIT DER SCHWACHEN BLASE + DER CUMSHOT IN DEN BEICHTSTUHL + RICKE-RACKE HIPPIEKACKE + Lesung

DIE HERREN MIT DER SCHWACHEN BLASE (Doku, 30 Min.) und DER CUMSHOT IN DEN BEICHTSTUHL (23 Min.)
Umkippende Kulissen, explodierende Köpfe, betrunkene Tiere und angepinkelte Kinder: Die beiden Dokumentationen unternehmen eine unterhaltsame und lehrreiche Reise durch das kunterbunte Wenzel-Storch-Universum

RICKE-RACKE HIPPIEKACKE (57 Minuten)
Ein Einblick in Produktionsgeschichte des farbenfrohen Langhaarigen-Reports „Sommer der Liebe“: Heilige Berge und verbotene Früchte, Tramperinnen im Kochtopf und Sextherapie im Hühnerstall.

Danach ca. 45-60 Min. Lesung


Die Spielfilme:

  • DER GLANZ DIESER TAGE: So., 17 Uhr und Mo., 20 Uhr
    SOMMER DER LIEBE: So., 19 Uhr und Di., 20 Uhr
    REISE INS GLÜCK: So., 21 Uhr und Mi., 20 Uhr

DER GLANZ DIESER TAGE (1989, Farbe, 92 Min.) ist ein Super-8-Monumentalfilm über das Geheimnis des Glaubens und das Wort, das Fleisch geworden ist: Ein blutjunger Priester tollt mit zwei Meßdienern durch ein apostolisches Zauberland und schneidet sich im Predigerrausch die Hand ab.

PRESSESTIMMEN
„Ein Schundprodukt, aus der Unterhose gefilmt“, klagten die Westfälischen Nachrichten, und das Osnabrücker Stadtblatt lobte: „Hier wird derart ausgelassen in die klerikale Kacke getreten, daß es nur so spritzt.“

SOMMER DER LIEBE (1992, Farbe, 89 Min.) Wenzel Storchs Langhaarigen-Report: Heilige Berge und verbotene Früchte, Tramperinnen im Kochtopf und Sextherapie im Hühnerstall.

PRESSESTIMMEN
„Als hätten die Monty Pythons LSD gefuttert.“ Wiglaf Droste TIP
„Der beste deutsche Film.“ SPLATTING IMAGE
„Der Humorhöhepunkt des Jahres. Ein Rausch der Farben, der die Gesetze der Schwerkraft und des Erzählkinos außer Kraft setzt.“ SPEX
„Deutschlands bester Regisseur.“ TITANIC

DIE REISE INS GLÜCK (2004, Farbe, 73 Min.) erzählt ein psychedelisches Abenteuermärchen. Kapitän Gustav will sich mit seinem Schneckenschiff zur wohlverdienten Ruhe setzen. Mit seiner bunt zusammen gewürfelten Mannschaft aus Mensch und Tier, zu der ein Bär, eine Eule und fünf Frösche gehören, strandet er an einer geheimnisvollen Insel. Voller Freude bereitet man sich auf den Landgang vor, denn noch ahnt niemand an Bord, daß im Herzen der Insel ein böser König haust …

 

PRESSESTIMMEN
„Terry Gilliam auf Crack.“ MONTREAL MIRROR
„Deutschlands extremster Filmemacher. Wenn man den Film kuckt, hat man das Gefühl: Ich bin auf sehr harten Drogen, oder irgendwas stimmt mit mir nicht.” Sarah Kuttner
„Es wird viel gepinkelt in diesem Film, das aber auf eine ziemlich künstlerische Art.“
Georg Seeßlen EPD FILM
„Große Filmkunst. Nie gesehene Bilder.“ DER SPIEGEL
„Rokoko-Dauerorgasmus.“ BERLINER ZEITUNG
„Wenzel Storch – der Rambo des deutschen Filmschaffens.“ ROLLING STONE