Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

DAS STARKE GESCHLECHT

Regie: Jonas Rothlaender

102 min / ab 16 Jahren

„Wenn fast jede Frau aus meinem Umfeld schon mal sexuelle Belästigung oder Gewalt erlebt hat, was sagt das dann über meine männlichen Freunde und mich selbst aus?“ DAS STARKE GESCHLECHT erforscht das gegenwärtige Verständnis männlicher Sexualität und hinterfragt Stereotype von Männlichkeit. Welchen gesellschaftlichen Idealen sehen sich Männer verpflichtet und welche Traditionen lassen sich in unserem Verständnis von Männlichkeit brechen? Regisseur Jonas Rothlaender konfrontiert verschiedene Männer mit anonymen Geständnissen und Erfahrungsberichten anderer Männer zum Thema Sexualität und Begehren. Aufbauend auf ihrer Stellungnahme dazu, reflektieren die Männer mit bemerkenswerter Offenheit ihr eigenes Verhalten und die Eigenschaften, die für sie Männlichkeit ausmachen. 

EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE (engl. OmU)

Regie: Dan Kwan & Daniel Scheinert

139 min / ab 16 Jahren

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

BLUTSAUGER (auch Open Air)

Regie: Julian Radlmaier

128 min / ab 12 Jahren

August 1928. Der sowjetische Fabrikarbeiter Ljowuschka wird als Trotzki-Darsteller für den Film „Oktober“ des Regisseurs Sergei Eisenstein gecastet. Doch seine Träume vom Künstlerleben platzen, als der echte Trotzki bei Stalin in Ungnade fällt und er aus dem Film herausgeschnitten wird. So flieht der romantische Träumer aus der kommunistischen Heimat und will sein Glück in Hollywood versuchen. Noch steckt er allerdings in einem mondänen deutschen Ostseebad fest, wo er als verfolgter Aristokrat verkleidet das Geld für die Überfahrt nach New York zusammenstehlen will. Bei einem seiner Streifzüge lernt er die junge Fabrikbesitzerin Octavia Flambow-Jansen kennen, die die Sommermonate mit ihrem tölpelhaften Diener Jakob am Meer verbringt. Die exzentrische Millionärin interessiert sich für den geheimnisvollen Flüchtling und bietet ihm Unterschlupf in ihrem luxuriösen Herrenhaus. Eine sommerliche Romanze bahnt sich an – dumm nur, dass in der Gegend Vampire ihr Unwesen treiben. Und noch dümmer, das Octavia selbst ein Blutsauger ist.

IM UMBRUCH. GO. STAY. DANCE.

Regie: Barbara Lubich

76 min / ab 0 Jahren

Eine Gesellschaft im Umbruch. So lautet die Diagnose unserer Zeit und es ist schnell dahin gesagt. Doch wie fühlt sich ein gesellschaftlicher Umbruch an? Wie können Künste darauf reagieren, wie die Künstlerinnen und Künstler selbst mit ihren eigenen (Um-)Brüchen? Für Regisseurin Barbara Lubich begann ihr Film IM UMBRUCH mit einer Forschungsarbeit zum subversiven Tanz in der DDR. Die gebürtige Italienerin ist 1998 in den Osten Deutschlands gezogen. Bei ihren Recherchen traf sie unter anderem die Tänzerin und Tanzpädagogin Hanne Wandtke, Malerin und Regisseurin Christine Schlegel sowie den Maler und Filmemacher Lutz Dammbeck.

Am Dienstag, 17.5 um 19 Uhr in Anwesenheit von Regisseurin  Barbara Lubich und den Tänzerinnen Fine Kwiatkowski und Daniela Lehman.

28. Mai, 17 Uhr: NICHT DIE REGEL

Regie: Ranya Schauensteini und Team

73 min / ab 0 Jahren

4€ Ihr unterstützt den Weltmenstruationstag, der nicht gefördert wird.

Infos zum Weltmenstruationstag:
Wir sind eine Gruppe von menstruierenden Personen verschiedener Professionen und Künste. Wir etablieren diesen Tag, um eine offenen Diskurs über das Thema Zyklus und Menstruation zu führen und somit für die Entstigmatisierung und Sichtbarkeit einzutreten. Menstruation hat kein Geschlecht! Es geht uns hierbei um  Bildung und Aufklärung, Solidarität, Schaffen von Alternativen zu linearen und paternalistischen Narrationen und künstlerische Auseinandersetzung durch  Forschen, Wahrnehmen, Sprechen und Aktion.
Im Rahmen des am 28.05.2022 stattfindenden Weltmenstruationstages (Menstrual Hygiene Day) in Leipzig läuft der unabhängige Dokumentarfilm „nicht die regel“ über die chronische Erkrankung Endometriose um 17 Uhr im Luru Kino.

Das Filmprojekt wurde von neun Frauen produziert, die von dieser chronischen Erkrankung betroffen
sind.

„Wir wurden jahrelang nicht ernst genommen, von Ärzt*innen – darunter auch Gynäkolog*innen – weggeschickt, von Freund*innen und der Familie beschwichtigt.  Das wollen wir anderen ersparen, indem wir über Endometriose informieren.“ (2019 „nicht die regel“)
Im Anschluss des Filmes findet ein Publikumsgespräch mit der Moderatorin, Mediatorin und Geschäftsführerin der Endometriose-Vereinigung Deutschland Anja Moritz statt.
Informationen über Endometriose erhälst du beim zertifizierten EndometrioseZentrum in deiner Nähe oder bei der Endometriose Vereinigung Deutschland.
Weitere Infos zum Programm am Weltmenstruationstag in Leipzig findest du unter: https://weltmenstruationstag.wordpress.com/.