Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

A USEFUL GHOST (OmU)

Regie: Ratchapoom Boonbunchachoke

130 min / ab 16 Jahren

Staubsaugergeister dieser Welt, vereinigt euch! Witziger Genre-Gestaltwandler zwischen Familiendrama, Ghost Story und Thriller – 100% kreativ, 100% unterhaltsam, 100% überraschend. Eine Fabrik produziert von Gespenstern besessene Staubsauger. Sie rollen herum, blinken mit ihren LEDs, schwenken ihre Schläuche und spucken gerne mal den Staub aus, den sie zuvor aufgesaugt haben. Eine dieser Maschinengeister ist die kürzlich verstorbene Nat. Allen irdischen und ›feinstofflichen‹ Widerständen zum Trotz, gibt sie alles dafür, weiterhin mit Ehemann March zusammenleben zu können. Auch wenn das bedeutet, andere Geister zu verraten. Queere Komödie, raffinierte Ghost Story oder absurdes Familiendrama mit Sci-Fi- und Thriller-Elementen: A USEFUL GHOST materialisiert sich in viele Formen. Elegant beschwört Regisseur Ratchapoom Boonbunchachoke aus den unterschiedlichen Motiven und Stimmungen eine ebenso unterhaltsame wie komplexe Reflexion über Macht, Klassenunterschiede, Widerstand und Erinnerungskultur. Das Resultat ist ein ungemein einfallsreiches und unvorhersehbares Mash-up, bei dem Fans unterschiedlichster Genres voll auf ihre Kosten kommen. [Transit Filmfest]

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La Grazia (OmU)

Regie: Paolo Sorrentino

133 min / ab 12 Jahren

Während sich seine Zeit als Italiens Präsident dem Ende neigt, steht De Santis vor schweren Entscheidungen. Seine Tochter und wichtigste Beraterin drängt ihn einen Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe zu unterzeichnen. Dies würde aber einen Imageschaden für den Präsidenten als Freund des Papstes bedeuten. Zum anderen soll er über zwei Anträge auf Begnadigung entscheiden. Inmitten dieser Zwickmühlen muss er sein Gewissen befragen und seine Entscheidungen vor sich und seiner Familie rechtfertigen.

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FATHER MOTHER SISTER BROTHER (OmU)

Regie: Jim Jarmusch

110 min / ab 12 Jahren

FATHER MOTHER SISTER BROTHER ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

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MARTY SUPREME (OmU)

Regie: Josh Safdie

150 min / ab 12 Jahren

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.

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DAS FLÜSTERN DER WÄLDER (OmU)

Regie: Vincent Munier

96 min / ab 0 Jahren

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend – immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn. Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.

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ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Regie: Simon Verhoeven

137 min / ab 16 Jahren

Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt.

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ENZO (OmU)

Regie: Robin Campillo

102 min / FSK folgt

Hochsommer an der Côte d’Azur, ein Haus mit Pool und Meerblick. Eigentlich soll der sechzehnjährige Enzo die Schule beenden und studieren, wie es sich gehört. Doch im stillen Protest gegen die eigene Bourgeoisie fängt er auf einer Baustelle an – zum Missfallen seiner Familie. Aber auch sein neuer Boss ist unzufrieden mit Enzo, weil dieser selbst mit den einfachsten handwerklichen Aufgaben Probleme bekommt. Viel wohler fühlt sich der Junge bei seinem älteren Kollegen Vlad aus der Ukraine, der Enzo gerne Fotos seiner weiblichen Eroberungen auf dem Telefon zeigt. Der Arbeiter wird das männliche Vorbild, das dem behüteten Wohlstandskind vielleicht immer gefehlt hat – doch noch ganz andere Gefühle kommen zum Vorschein und machen alles komplizierter. Wer bin ich, wenn ich nirgendwo wirklich zuhause bin? Die sonnengetränkten und sehnsuchtsvollen Bilder eines südeuropäischen Sommers erinnern fern an „Call Me By Your Name“, doch „Enzo“ wirft dabei einen von Grund auf ehrlichen Blick auf den Versuch eines Erwachsenwerdens – mit allem jugendlichen Unbehagen, das dazugehört: gegenüber der eigenen Identität, den eigenen Gefühlen, dem eigenen politischen Bewusstsein.

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