Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

Preview in Anwesenheit des Filmteams, Donnerstag, 27. August 19:00 Uhr:

WHERE THE WAVES TOOK HER

Regie: Jana Stallein

82 min / FSAK folgt

Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist für viele Menschen oft die letzte Hoffnung, Krieg, Verfolgung und Hunger zu entkommen. Da zunehmend auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. Der Film begleitet die erste Rettungsmission der Berliner Hebamme Anne-Katrin. Ihre Reise wird parallel zur Fluchtgeschichte der Frauen erzählt. Während wir mit Anne-Katrin das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennenlernen und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten Studio über das Leid, was die Flucht nach Europa für sie mit sich gebracht hat. Die Langzeitbelichtungen schaffen verwischte, poetische Bilder, die nicht nur zur Anonymisierung und zum Schutz dienen, sondern gleichzeitig auch die emotionale Brisanz der Situation auf eine neue Art und Weise vermitteln. Auf dem Schiff treffen die Welten der Frauen und der Crew dann für einen kurzen Moment aufeinander, bevor die Frauen in Italien ankommen und eine weitere Reise ins Ungewisse startet.

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Der Film dann ab 3. September regulär in unserem Programm.

SCHWARZERS KOSMOS

Regie: Klaus Martens

90 min / ab 0 Jahren

Der Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer hat sich mit Haut und Haaren einem Gesamtkunstwerk verschrieben. Schwarzer nennt es das „Europa Kunstwerk“. Solcher Art politisch aufgeladen hängen seine Bilder nicht nur in den Museen, sondern im Schloss Bellevue beim Deutschen Bundespräsidenten, im Bundestag oder demnächst im Europäischen Parlament. Wenngleich Schwarzers pastose Technik, seine handwerklichen Qualitäten einzigartig sind – manche behaupten gar, er sei genial – entgleitet ihm die Kontrolle über sich und seine Kunst. Schwarzer strapaziert die Geduld seiner Sammler und Galeristen und treibt die, die an ihn glauben, in schiere Verzweiflung. Dem Künstler scheint jedes Maß für sich und seine Kunst verloren zu gehen. Der Film „Schwarzers Kosmos“ ist das Sittenbild eines exzentrischen Kunstmarktes mit all den dazugehörigen Klischees von Unangepasstheit, Freiheit, Genie und Wahnsinn. Am Ende des Films geht es nur noch um die Frage, ob der Künstler selbst diesen Wahnsinn überstehen wird.

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FÜR IMMER 16

Regie: Brezel Göring

74 min / ab 16 Jahren

Früher waren Helene, Oskar und Charlotte beste Freunde, doch dann zerstritten sie sich. Nun treffen sie nach vielen Jahren wieder aufeinander und wollen einen gemeinsamen Urlaub miteinander verbringen – um der alten Zeiten willen. doch dann stößt Rudolph zu ihnen und damit beginnen die Probleme erst, weil sich alle drei in ihn verlieben.

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STRANGE RIVER (OmU)

Regie: Jaume Claret Muxart

106 min / ab 12 Jahren

Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer verflossenen, unerwiderten Liebe nach – warum viel reden, wenn einen ohnehin niemand versteht? Doch plötzlich beginnt er an jedem Stopp der Reise denselben, rätselhaften Jungen zu sehen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac ein bisschen mehr in den Bann des Fremden hinein.

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TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA (OmU)

Regie: Jane Schoenbrun

112 min / ab 16 Jahren

Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbasis wird das Slasher-Franchise Camp Miasma einer ambitionierten jungen Regisseurin zur Wiederbelebung überlassen. Als sie den einstigen Star der Originalfilme besucht, eine mittlerweile zurückgezogen lebende Schauspielerin, die von Geheimnissen umgeben ist, geraten die beiden Frauen in eine blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.

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WAS HABEN WIR GELACHT

Regie: Eva Müller u. Isabel Schneider

98 min / ab 12 Jahren

WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt. Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass…?”, die „Harald Schmidt Show” und später “TV total”. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was hat Witzigsein mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er. ‘Was haben wir gelacht’ – oder vielleicht auch nicht?

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THE LIGHTS, THEY FALL

Regie: Sasa Vajda

87 min / ab 12 Jahren

In der Hitze des Berliner Sommers liegt Maria im Sterben. Ihr 16-jähriger Sohn Ilay driftet mit seinen Freunden durch die Peripherie der Stadt, während zu Hause die mexikanische Palliativ-Pflegerin Ana die Schwerkranke umsorgt. Zunehmend gerät Ilay in einen Zustand von Schlaflosigkeit und Tagtraum, flieht vor dem nahenden Tod seiner Mutter und droht, die Verbindung zur Realität zu verlieren. Ana hat zugleich mit ihrem fordernden Berufsalltag und mit einer Bürde aus ihrer schwierigen Vergangenheit zu kämpfen…

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A SAD AND BEAUTIFUL WORLD (OmU)

Regie: Cyril Aris

110 min / ab 12 Jahren

„A Sad and Beautiful World“ ist ein Liebesepos, das sich über drei Jahrzehnte vor der Kulisse des Libanon entfaltet. Nino und Yasmina verbindet eine schicksalhafte Anziehung, die sie immer wieder zueinander führt. Cyril Aris verwebt diese Lovestory meisterhaft mit der Realität einer Welt zwischen Krieg und Wirtschaftskrise. Der Film stellt die Frage, wie man auf sein Bauchgefühl vertrauen kann, wenn alles um einen herum zerbricht. Ein sinnliches Porträt über die Kraft der Bestimmung, das in Venedig 2025 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde und als libanesischer Oscar-Kandidat ins Rennen geschickt worden ist.

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GRÜNAU50 – GEBAUT FÜR VIELE

Regie: Birk Poßecker

81 min / FSK folgt

GRÜNAU 50 taucht tief in der Seele eines ganzen Stadtteils. Leipzig Grünau, wie es ist: roh, nahbar und voller Gegensätze.

Zwischen Eisbaden am Kulki, Hip-Hop tanzenden Senior:innen und beiläufigen Momenten des Alltags begleitet die Serie Menschen, die ihren Stadtteil mitgestalten. Wie ein urbanes Tagebuch sammelt sie Begegnungen, Alltagsszenen und zufällige Augenblicke, die sich Stück für Stück zu einem größeren Panorama verweben.

Die fünfteilige Serie von Birk Poßecker richtet den Blick auf die Dynamiken einer Großwohnsiedlung, die oft beschrieben wird, aber selten selbst zu Wort kommt.

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