Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

WIR GLAUBEN EUCH (OmU)

Regie: Charlotte Devillers u. Arnaud Dufeys

78 min / ab 16 Jahren

Alice, eine 40-jährige Mutter, steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Vor Gericht muss sie alles daransetzen, die Rechte und Ängste ihrer Kinder hörbar zu machen. Die Möglichkeit, ihren Vater wiedersehen zu müssen, versetzt sie in Schrecken. Doch an diesem Tag ist nicht nur der Vater angeklagt – vielmehr gerät plötzlich Alice selbst ins Visier der Justiz. Der Film porträtiert einen aufwühlenden und emotionalen Kampf um Gerechtigkeit, in dem die schmerzlichen Grenzen zwischen Schuld und Verantwortung verschwimmen. Im Zentrum steht der verzweifelte Versuch, das Richtige zu tun. Geprägt von Ängsten und Zweifeln kämpft Alice um das, was ihr am wichtigsten ist: die Sicherheit ihrer Kinder. „Wir glauben euch | On vous croit“ ist ein Drama über eine Mutter, die keine Heldin sein will, aber eine sein muss. Über eine Justiz, die nicht nur urteilt, sondern auch hinterfragt. Und über die Frage, wie weit man gehen darf, um diejenigen zu schützen, die sich nicht selbst verteidigen können. 

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DO YOU LOVE ME (OmU)

Regie: Lana Daher

75 min / ab 12 Jahren

„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“ DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.

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DER ASTRONAUT – PROJEKT HAIL MARY (OmU)

Regie: Phil Lord u. Christopher Miller

156 min / ab 12 Jahre

Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (RYAN GOSLING) wacht eines Tages auf einem Raumschiff auf – Lichtjahre von zu Hause entfernt und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist: Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren, muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen und einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Dabei führt eine unerwartete Freundschaft dazu, dass er all dies vielleicht nicht ganz allein tun muss…

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Special zum Mutter- und Vatertag, nur Donnerstag, 14. Mai um 15 Uhr:

DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER (OmU)

Regie: Vinciane Millereau

103 min / ab 6 Jahren

Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel, mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène, mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben, der Hundekot wird vom Boden aufgehoben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert.

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FATHER MOTHER SISTER BROTHER (OmU)

Regie: Jim Jarmusch

110 min / ab 12 Jahren

FATHER MOTHER SISTER BROTHER ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

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Mittwoch, 13. Mai, 19:00 Uhr: KREUZER Klassiker des Monats:

THE LONG GOODBYE – DER TOD KENNT KEINE WIEDERKEHR (OmU)

Regie: Robert Altman

112 min / ab 16 Jahren

Privatdetektiv Philip Marlowe wird von einem alten Freund gebeten, ihm bei der Flucht nach Mexiko zu helfen. Kurz darauf wird Marlowe in einen Mordfall verwickelt, der ihn in die schillernde und zugleich korrupte Welt von Los Angeles führt. Während er versucht, die Wahrheit hinter dem Verbrechen aufzudecken, gerät er zwischen zwielichtige Figuren, Gewalt und Verrat. Je tiefer er in den Fall eindringt, desto deutlicher wird, dass Loyalität und Moral in dieser Welt wenig zählen. Der Film interpretiert den klassischen Detektivstoff neu und verbindet lakonischen Humor mit einer melancholischen Betrachtung von Freundschaft, Illusion und dem Ende alter Gewissheiten.

Mit einer Einführung von Lars Tunçay.

Doppel-Horror am Donnerstag mit Donis, 21. Mai, 19:00 Uhr:

THE RULE OF JENNY PEN (OmU)

Regie: James Ashcroft

105 min / ab 16 Jahren

In einer abgelegenen Gemeinde gerät eine junge Frau zunehmend unter den Einfluss einer charismatischen, aber manipulativen Persönlichkeit namens Jenny Pen. Was zunächst wie eine Gemeinschaft mit klaren Regeln und Halt wirkt, entwickelt sich zu einem System aus Kontrolle, psychischem Druck und unterschwelliger Gewalt. Während die Grenzen zwischen Fürsorge und Machtmissbrauch verschwimmen, wächst der Widerstand gegen ein Gefüge, das seine Mitglieder immer stärker vereinnahmt. Der Film verbindet psychologischen Thriller mit Gesellschaftsdrama und erzählt von Abhängigkeit, Identität und der Suche nach Selbstbestimmung.

Doppel-Horror am Donnerstag mit Donis, 21. Mai, 21:00 Uhr:

FORBIDDEN FLOOR – THE HOME (OmU)

Regie: James DeMonaco

100 min / ab 16 Jahren

Ein junger Mann beginnt eine Arbeit in einem abgelegenen Altersheim, das von strengen Regeln und einer unheimlichen Atmosphäre geprägt ist. Besonders das verbotene obere Stockwerk scheint ein dunkles Geheimnis zu verbergen, über das niemand sprechen will. Während er immer tiefer in die verstörenden Abläufe des Hauses hineingezogen wird, häufen sich rätselhafte Ereignisse und beängstigende Begegnungen. Der Film verbindet psychologischen Horror mit sozialem Thriller und entwickelt aus Isolation, Misstrauen und verdrängter Schuld eine zunehmend albtraumhafte Spannung.

Am Freitag, 22. Mai, 19:00 Uhr, in Anwesenheit des Filmteams:

SONGS FOR JOY

Regie: Jan Becker

Die Hamburger Musiker Carsten Erobique Meyer und Jacques Palminger riefen in der Veddel – einem kleinen Arbeiterstadtteil im Hafenindustriegebiet – dazu auf: „Wir vertonen Eure Texte!“ Im Sommer 2024 entstand in einer zweiwöchigen öffentlichen Session in der entweihten Veddeler Immanuelkirche ein Abend voller Lieder und Schlager. Dieses Werk zog anschließend mit allen Beteiligten inklusive eines Kinderchors auf die große Bühne ins Deutsche Schauspielhaus um. Der Film begleitet die Entstehung dieses berührenden Mitmach-Projekts – und bringt ganz nebenbei neue Ohrwürmer hervor.

Tickets HIER.