Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

ABENTEUER EINES MATHEMATIKERS (engl. OmU)

Regie: Thorsten Klein

102 min / ab 12 Jahren

Cambridge/Massachusetts inmitten des 2. Weltkriegs. Stan Ulam (Philippe Tlokinski), ein 30- jähriger begabter polnisch-jüdischer Mathematiker, lebt hier mit seinem Bruder Adam. Die Nachrichten aus der polnischen Heimat werden immer düsterer, doch es ist für Stan unmöglich geworden, dorthin zurückzugehen und nach seiner Familie zu suchen. Als Stan sein Stipendium in Harvard verliert, bietet ihm sein bester Freund, das ungarische Genie Johnny von Neumann (Fabian Kociecki), einen Job an, der ihn nach New Mexico führt. Stan zieht mit Françoise (Esther Garrel), einer Französin, die er nach einer rasanten Romanze heiratet, nach Los Alamos. Dort schließt er sich einer Gruppe von jungen, exzentrischen, charismatischen Wissenschaftlern an, um an dem streng geheimen Manhattan-Projekt zu arbeiten. Hier in den weiten New Mexicos ist Stan an der Entwicklung einer Bombe beteiligt, die die Welt verändern wird, während er weiterhin verzweifelt versucht, seiner Schwester bei der Flucht aus dem von den Nazis besetzten Polen zu helfen.

SHIVER (ohne Dialoge)

Regie: Toshiaki Toyoda

89 min / ab 6 Jahren

Das Porträt des Filmemachers Toshiaki Toyoda über die Zusammenarbeit zwischen dem aufstrebenden zeitgenössischen japanischen Musiker und Komponisten Koshiro Hino und dem von der japanischen Insel Sado stammenden Taiko Performing Arts Ensemble Kodo ist ein ganz neues einzigartiges audiovisuelles Erlebnis. Ein Film, der ohne Dialoge auskommt, sich ganz auf den Klang, die Töne, die Musik und die mitreißende Performance des Ensembles konzentriert. Die Aufnahmen des Films entstanden im Proberaum von Kodo und in der beeindruckenden Natur der Insel Sado. TAIKO oder DAIKO, übersetzt: „dicke Trommel“, ist die japanische Bezeichnung für eine Gruppe von großen Röhrentrommeln, die mit Schlägeln geschlagen werden. Im Westen bezeichnet man damit auch die Spielweise des entsprechenden Trommel-Ensembles.

CHIARA (ital. OmU)

Regie: Jonas Carpignano

122 min / ab 12 Jahren

Der preisgekrönte Filmemacher Jonas Carpignano erforscht die wahre Bedeutung von Familie in CHIARA, einem mutigen neorealistischen Coming-of-Age-Drama aus Italien über eine Jugendliche, die sich den Abgründen ihres Vaters stellen muss. In einer überwältigenden Performance spielt Swamy Rotolo Chiara, die 15-jährige Tochter einer wohlhabenden Familie, deren Verbindungen zur lokalen Mafia-Unterwelt nach einer schockierenden Enthüllung ans Licht kommen. Im neuesten und dritten Teil seiner lose zusammenhängenden „kalabrischen Trilogie“ (nach Mediterranea und Pio) setzt Carpignano die Bestandsaufnahme zu Armut und Kriminalität in der Kleinstadtgemeinde Gioia Tauro fort, die das dortige soziale Gefüge prägen. Gewinner des Europa Cinemas Labels für den besten europäischen Film in der Quinzaine des Réalisateurs von Cannes 2021.

 

AXIOM

Regie: Jöns Jönsson

112 min / ab 6 Jahren

Julius (Moritz Treuenfels) ist ein redegewandter junger Museumswärter, der bei seinen Kolleg*innen und in seinem Freundeskreis sehr beliebt ist. Mit seinem Charme, seinen vielen faszinierenden Geschichten und seiner Leichtigkeit zieht er die Menschen in seinen Bann. Eines Tages lädt er seine Kolleg*innen zu einem Segeltörn auf dem Boot seiner adeligen Familie ein, von den er ihnen schon oft erzählt hat. Doch die Stimmung kippt. Julius ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Auch seine Freundin Marie (Ricarda Seifried) merkt im Verlauf der Geschichte, dass sie nicht weiß, wer er wirklich ist. Nach und nach lassen die aufkommenden Irritationen seine nahestehenden Menschen fragen: Wer ist Julius?

DAS STARKE GESCHLECHT

Regie: Jonas Rothlaender

102 min / ab 16 Jahren

„Wenn fast jede Frau aus meinem Umfeld schon mal sexuelle Belästigung oder Gewalt erlebt hat, was sagt das dann über meine männlichen Freunde und mich selbst aus?“ DAS STARKE GESCHLECHT erforscht das gegenwärtige Verständnis männlicher Sexualität und hinterfragt Stereotype von Männlichkeit. Welchen gesellschaftlichen Idealen sehen sich Männer verpflichtet und welche Traditionen lassen sich in unserem Verständnis von Männlichkeit brechen? Regisseur Jonas Rothlaender konfrontiert verschiedene Männer mit anonymen Geständnissen und Erfahrungsberichten anderer Männer zum Thema Sexualität und Begehren. Aufbauend auf ihrer Stellungnahme dazu, reflektieren die Männer mit bemerkenswerter Offenheit ihr eigenes Verhalten und die Eigenschaften, die für sie Männlichkeit ausmachen. 

EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE (engl. OmU)

Regie: Dan Kwan & Daniel Scheinert

139 min / ab 16 Jahren

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

Am 17.6 auch Open Air: HEIKOS WELT

Regie: Dominika Galizia

123 min / ab 12 Jahren

Heikos Mutter Belinda leidet an Keratokonus, einer selten aufkommenden Veränderung der transparenten Hornhaut. Ihre Sehkraft lässt nach, dringend braucht sie Spender*in und Operation um nicht ganz zu erblinden. Mit der Hornhaut eines Toten ließe sich Belindas Augenlicht zurückgewinnen – doch die Transplantation kostet Geld. Um das Geld zusammen zu bekommen, beginnt Heiko einen Streifzug durch die Berliner Kneipen und fordert die besten Dartspieler*innen der Stadt heraus. Doch seine Gegner*innen verfolgen eigene Pläne und machen ihn (beinahe) wahnsinnig. Eine liebevolle Komödie über Bier, Darts und Mutterliebe.