Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

24FPS – Fotografie im Film, Dienstag 21. Juli um 19:00 Uhr, Eintritt auf Spendenbasis:

ECO DE LUZ – LIGHT MEMORIES (span. u. russ. Originalfassung mit engl. UT)

Regie: Misha Vallejo Prut

80 min / ab 6 Jahren

Der preisgekrönte Fotograf Misha Vallejo begibt sich auf eine zutiefst persönliche Reise und nutzt die Kamera seines verstorbenen Großvaters, um ein verlorenes Familienalbum neu zu erschaffen. Diese Suche schlägt eine Brücke zu einem Mann, den er nie kennengelernt hat, und setzt sich zugleich mit dem Fehlen von Familienfotografien und den Geschichten auseinander, die sie hätten erzählen können. In intimen Momenten mit seiner Großmutter erforscht Misha Themen wie die Abwesenheit des Vaters, Rassismus und soziale Diskriminierung, deckt verborgene Familiengeheimnisse auf und eignet sich Orte wieder an, die seinen Angehörigen einst verwehrt blieben. Seine Bilder fangen sowohl den Schmerz von Gewalt als auch die Flüchtigkeit der Erinnerung ein und eröffnen zugleich Hoffnung auf Verbindung und Heilung. Light Memories ist eine Reflexion über die Kraft der Fotografie, die Widerstandsfähigkeit von Familien und die Möglichkeit, Verlorenes zurückzugewinnen.

Leipzig-Premiere
Im Anschluß zeigen wir ein vorab aufgenommenes Gespräch mit dem Regisseur Misha Vallejo Prut (auf englisch, ca. 30 min)

RESURRECTION (OmU)

Regie: Bi Gan

160 min / ab 16 Jahren

Im Jahr, in dem das Kino sein 130. Jubiläum feiert, wagt der chinesische Regisseur Bi Gan einen radikalen Schritt: Er will die Sprache des Films neu erfinden – etwas Reines, Leuchtendes, noch nie Gesehenes. Nicht zufällig trägt sein Werk den Titel „Resurrection“ – Auferstehung –, und gemeint ist nichts Geringeres als die Wiedergeburt des Kinos selbst. Ein Film, der Kino zum Thema macht, ein Traum über Träume, ein sinnüberschreitendes Abenteuer. Dabei wirkt Bi Gans futuristische Dystopie wie aus einem Philip-K.-Dick-Roman entliehen. Denn in seiner Welt sind alle, die nicht mehr träumen können, dazu verdammt, ewig zu leben. Und die anderen – die Träumenden, die „Fantasmer“ – wandern durch endlose, traumhafte Landschaften, im Kino und als Kino. Das ist der Auftakt zu einer bildgewaltigen Odyssee, die sich in sechs Episoden durch die Filmgeschichte bewegt wie durch die Schichten eines Traums: vom expressionistischen Stummfilm über einen vom Krieg geprägten Noir, weiter zu einer buddhistischen Parabel, einem neorealistischen Heist und schließlich einer vampirischen Millenniums-Romanze. Jede Episode entfaltet dabei ein ganz eigenes ästhetisches Universum und ist virtuos miteinander verschlungen. „Resurrection“ ist hypnotisches, streng durchkomponiertes Kino, das nicht weniger will als die Rückkehr zum Ursprung – und der Beweis, dass im Zeitalter digitaler Bilder noch immer Funken einer radikal neuen Filmsprache möglich sind.

Spielzeiten & Infos: HIER.

THE FURIOUS (OmU)

Regie: Kenji Tanigaki

113 min / ab 18 Jahren

Nachdem seine Tochter von einem skrupellosen Verbrechersyndikat entführt wird und die korrupte Polizei untätig bleibt, nimmt Wang Wei (Xie Miao) ihre Rettung selbst in die Hand. Auf seiner Suche trifft er auf den kompromisslosen Journalisten Navin (Joe Taslim), der seit dem mysteriösen Verschwinden seiner Frau einen persönlichen Feldzug gegen das Netzwerk führt. Getrieben von Verlust und Vergeltung geraten die beiden Männer in einen brutalen Strudel der Gewalt – und stellen sich einer übermächtigen Organisation, die keine Zeugen hinterlässt.

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INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN

Regie: Nepomuk Pfaff

87 min / ab 0 Jahren

Wie ist unsere Welt entstanden? Unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die vor 480 Millionen Jahren beginnt, und erleben wir, wie die Puzzleteile zu einem Ganzen verschmelzen. INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN nimmt uns mit in den Mikrokosmos, in atemberaubende Bilderwelten, erzählt von Schauspielikone Katharina Thalbach, und stellt die Frage: Muss es ein „Mensch ODER Natur“ sein?

Spielzeiten & Infos: HIER.

NINJA MOTHERF*CKING DESTRUCTION

Regie: Lotta Schwerk

79 Minuten / ab 12 Jahren

Mit 18 sind die besten Freundinnen Leonie und Marlene sich sicher, dass nichts sie trennen kann. Doch Leonie verliebt sich in Naomi, gibt sich ganz ihrer ersten großen Liebe hin und entfernt sich immer weiter von ihrer besten Freundin. Naomis depressive Schübe jedoch überfordern Leonie zunehmend. Als ihre Beziehung scheitert, merkt Leonie, wie sehr sie sich isoliert hat. Sie verlässt Berlin, beginnt eine Ausbildung und versucht die Welt um sich herum zu ordnen. Doch auch Jahre später fehlt jemand in ihrem Leben: Marlene. Was macht meine Identität aus? Und wem muss ich sie beweisen? Als filmische Langzeitstudie angelegt, ist „Ninja M*therfucking Destruction“ ein feinfühliges und ungefiltert wildes Porträt eines queeren Erwachsenwerdens – überbordendes Gefühlschaos inklusive. Nach acht Jahren Drehzeit und ohne Förderung oder Filmschule im Hintergrund ist Regisseurin Lotta Schwerk mit ihrem Langfilmdebüt die intensive, in jeder Sekunde authentische Chronik einer Jugend gelungen. Dafür gab es beim Festival Achtung Berlin den Preis für die Beste Regie und das Beste Schauspiel!

Spielzeiten & Infos: HIER.