Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

THE KILLER (OmU)

Regie: John Woo

110 min / ab 16 Jahren

Jeff ist ein professioneller Auftragskiller, der den Auftrag erhält, einen mächtigen Triadenboss auszuschalten. Doch der vermeintlich routinemäßige Job zieht ihn mitten in eine gefährliche Verschwörung und einen erbitterten Machtkampf zwischen den möglichen Nachfolgern des getöteten Bosses. Schon bald wird Jeff selbst zur Zielscheibe eines rivalisierenden Killers. Während sich die Ereignisse zuspitzen, kreuzen sich seine Wege immer wieder mit Inspector Lee und Randy. Aus anfänglichem Misstrauen entwickelt sich zwischen den drei Männern eine ungewöhnliche Freundschaft. Als die Bedrohung immer größer wird, bleibt ihnen schließlich nur eine Wahl: Gemeinsam stellen sie sich der Triade und nehmen den Kampf gegen die mächtige Unterweltorganisation auf.

Am Freitag, 6.11 ab 19:00 Uhr im Doppel mit „Hard Boiled“ und CHEESY LISTENING Pausenmusik.

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MINOTAURUS

Regie: Andry Zvyagintsev

142 min / ab 12 Jahren

Mit MINOTAURUS gewann der Oscar®-nominierte Drehbuchautor und Regisseur Andrey Zvyagintsev (Loveless, Leviathan) in Cannes den Großen Preis der Jury. Sein neuer Film wurde als französischer Oscar®-Beitrag für den besten internationalen Spielfilm ausgewählt und ist ein wendungsreiches Gleichnis auf unsere Zeit. Russland, 2022: Firmenchef Gleb (Dmitriy Mazurov) führt ein Leben in Wohlstand und häuslicher Behaglichkeit. Doch bald gerät er an allen Fronten unter Druck. Zu Hause entzieht sich ihm seine Frau Galina (Iris Lebedeva) mehr und mehr, und der Verdacht, dass sie ihn betrügt, lässt ihn nicht los. Im Betrieb verlangen die örtlichen Behörden von ihm, eine Anzahl seiner Beschäftigten für den Krieg in der Ukraine zu rekrutieren. Während er weiterhin seine Hände in Unschuld waschen will, ringt Gleb um Kontrolle. Doch der Zerfall seines sorgsam geordneten Lebens beschleunigt sich. Der Weg in die Gewalt scheint längst unausweichlich. MINOTAURUS ist ein Film wie ein Druckkessel: Er legt den finsteren Kern der Gesellschaft bloß und stellt ihn mit unerbittlicher Klarheit unter Anklage. Dabei treffen fein gezeichnete Darstellungen auf eine präzise, kraftvolle Bildsprache – das Werk eines Meisters, der seinesgleichen sucht.

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DIE BLUTGRÄFIN

Regie: Ulrike Ottinger

119 min / ab 12 Jahren

Nach jahrhundertelangem Schönheitsschlaf erwacht Erzsébet Báthory im heutigen Wien, auf der Suche nach Beute und einem mysteriösen Buch, das ihr Vampirreich bedroht. Regie-Ikone Ulrike Ottinger verwandelt die Legende in eine schräge Farce zwischen skurriler Komödie und Gesellschaftssatire. Isabelle Huppert spielt die untote Aristokratin mit kühler Eleganz, flankiert von Birgit Minichmayr als treuer Zofe. Thomas Schubert gibt den melancholischen Vegetarier-Vampir, Lars Eidinger dessen naiven Therapeuten. Was für ein Cast! Die Dialoge schrieb Ottinger zusammen mit Elfriede Jelinek. Schillernde Kostüme vor Wiens morbider Kulisse – ein Tanz der Vampire im Dreivierteltakt.

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DOG OF GOD (OmU)

Regie: Raitis Abele u. Lauris Abele

95 min / ab 16 Jahren

DOG OF GOD entführt das Publikum in ein livländisches Dorf des 17. Jahrhunderts, in dem Aberglaube, religiöser Fanatismus und uralte Mythen den Alltag bestimmen. Als eine heilige Reliquie verschwindet und Hexereivorwürfe das Dorf erschüttern, erscheint ein geheimnisvoller alter Mann, der sich selbst „Hund Gottes“ nennt und behauptet, als Werwolf gegen den Teufel zu kämpfen. In ausdrucksstarker Rotoskopie-Animation verbindet der Film baltische Folklore, schwarzen Humor, Horror und wahre historische Ereignisse zu einem ungewöhnlichen Kinoerlebnis – wild, bildgewaltig und voller schräger Symbolik.

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STAATSSCHUTZ

Regie: Faraz Shariat

113 min / ab 12 Jahren

Wie objektiv ist die deutsche Justiz? Verharmlost sie rechte Gewalt? Die junge Staatsanwältin Seyo Kim kämpft gegen rechten Terror in Ostdeutschland und wird selbst Ziel eines rassistischen Anschlags, den sie nur knapp überlebt. Bei den Ermittlungen in eigener Sache geht sie hohe Risiken ein, um ein rechtes Netzwerk und institutionellen Rassismus aufzudecken. In seinem zweiten Spielfilm bewegt sich Faraz Shariat souverän zwischen spannendem Politthriller und beklemmender Realität. Neben Julia Jentsch als engagierte Anwältin, die sich für Opfer rassistischer Anschläge einsetzt, verkörpert Chen Emilie Yan eindrucksvoll eine Staatsanwältin, die zur Anklägerin wird. Brisantes Kino von erschreckender Aktualität.

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FREE AT HEART

Regie: Max Hegewald

116 min / ab 16 Jahren

Der 16-jährige Sebastian genießt sein Teenagerleben in einer kleinen Stadt: Am liebsten lässt er die Sommertage am See bei Bier und Gras mit seiner Freundin ausklingen. Dann kommt plötzlich der gleichaltrige Kolja in seine Familie, angeblich der Sohn einer verstorbenen Freundin des Vaters. Der Junge schlägt alle sofort in seinen Bann. Jedoch niemanden so sehr wie Sebastian. Es folgt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die Sebastian mit maximaler Kraft aus dem Alltag schleudert. „Free at Heart“ von der Regie-Entdeckung Max Hegewald ist ein intensives Coming-of-Age-Drama über eine Liebe, die alle Regeln bricht – und über die Gefühle, die sich einfach nicht abschalten lassen.

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IVÁN & HADOUM (OmU)

Regie: Ian de la Rosa

103 min / ab 12 Jahren

Sommer in Südspanien. Iván arbeitet in einer großen Gewächshausanlage und steht kurz vor der langersehnten Beförderung zum Manager, die ihm und seiner Familie ein besseres Leben ermöglichen soll. Doch als die schöne Hadoum als neue Saisonkraft in den Betrieb kommt, erwachen bei Iván alte Gefühle. Er kennt Hadoum noch aus der Schulzeit, vor seiner Transition. Nach einer ersten gemeinsamen Nacht am Strand wird die Beziehung der beiden immer intensiver. Doch Hadoum, die sich wegen ihrer marokkanischen Herkunft schon immer gegen Vorurteile behaupten musste, setzt sich auch engagiert für die Arbeitsrechte im Betrieb ein. Iván muss sich entscheiden, zu wem er stehen und wer er wirklich sein möchte.

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KREUZER Klassiker des Monats, Mittwoch 18. November, 19:00 Uhr:

NAUSICAÄ AUS DEM TAL DER WINDE (OmU)

Regie: Hayao Miyazaki

116 min / ab 12 Jahren

Eines Tages gerät die kleine Gemeinschaft durch den Absturz eines Kriegsschiffes im Tal in den Konflikt zweier feindlicher Mächte. Die Reiche von Pejitei und Torumekai kämpfen um einen wiederbelebten Feuertitan, mit dem sie hoffen, nicht nur die Macht über ihren Gegner zu erringen, sondern auch die feindliche Natur niederbrennen zu können. Nausicaä hingegen lebt im Einklang mit ihrer Umwelt. Sie erforscht die Pilzsporen und sieht selbst in den bedrohlichen Insekten keine Feinde, sondern gleichberechtigte Lebewesen. Als sie hinter das Geheimnis der Pilzwälder kommt, versucht sie alles, um die drohende endgültige Zerstörung der Welt zu verhindern. Mit NAUSICAÄ gelang Miyazaki sowohl stilistisch als auch dramaturgisch etwas Neues. Zwar erreicht der Film in der Animation noch nicht die Perfektion der späteren Ghibli-Produktionen und ist noch nicht vollständig animiert, aber Miyazaki verzichtet auf viele der üblichen Techniken der Teilanimation und schafft so einen ersten Ausblick auf seine späteren komplett durch-animierten Filme. Dabei sind einzelne Sequenzen, wie der Kampf des Feuertitanen, schon brillant animiert.

Mit einer Einführung von Lars Tunçay.

Tickets HIER.