DIE WILDEN 70ER

Luru Archiv – 35mm Doppel

7. September bis 19. Oktober 2026 · immer montags · 20:00 Uhr

Die 1970er waren wild – zumindest im Kino. Sie brachten politisches Gegenkino, sexuelle Befreiung, neue Formen des Horrors und eine ganze Flut von Filmen hervor, die sich herzlich wenig um guten Geschmack, etablierte Regeln oder Genregrenzen scherten.

Sieben Montagabende lang holen wir 14 Filme aus unserem 35mm-Archiv zurück auf die Leinwand: Biker und Anarchisten, Anti-Western und Surrealismus, Sexploitation und Olympia, Serienkiller, Hexen, Metzger und zu Katzenfutter verarbeitete Leichen.

Alle Filme laufen analog von 35mm. Zwei Filme an einem Abend.


MONTAG · 28.09. · 20:00 UHR

THEMROC

Claude Faraldo · 1973

Dem Pariser Arbeiter Themroc reicht es: Arbeit, Familie und gesellschaftliche Regeln werden kurzerhand abgeschafft. Er mauert seine Wohnungstür zu, schlägt die Außenwand ein und verwandelt sein Zuhause in eine Höhle. Bald entdecken auch die Nachbarn die Lust an der Anarchie. Michel Piccoli in einer radikalen, nahezu sprachlosen Satire auf Arbeit, Bürgertum und Zivilisation.

YUPPI DU

Adriano Celentano · 1975

Felice lebt mit seiner zweiten Frau in bescheidenen Verhältnissen, als plötzlich Silvia wieder auftaucht – seine erste Frau, die sich vermeintlich das Leben genommen hatte. Alte Gefühle erwachen. Adriano Celentanos höchst eigenwillige Mischung aus Musical, Liebesfilm, Sozialmärchen und surrealer 70er-Jahre-Fantasie.


MONTAG · 05.10. · 20:00 UHR

MÜNCHEN ’72 – 8 BERÜHMTE REGISSEURE SEHEN DIE SPIELE DER XX. OLYMPIADE

1973

Miloš Forman, Kon Ichikawa, Claude Lelouch, Juri Ozerov, Arthur Penn, Michael Pfleghar, John Schlesinger und Mai Zetterling richten ihren persönlichen Blick auf die Olympischen Spiele 1972 in München. Statt klassischer Sportreportage entstehen acht sehr unterschiedliche Miniaturen über Wettbewerb, Körper, Niederlage, Einsamkeit und Spektakel.

WET DREAMS

1974

Neun kurze Filme nähern sich mit sehr unterschiedlichen Mitteln Sex, Begehren, Liebe und Politik der 1970er-Jahre. Zwischen Experiment, Provokation, Animation und explizitem Kino entsteht eine episodische Bestandsaufnahme sexueller Befreiung – verspielt, politisch und bewusst grenzüberschreitend.